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Studio Babelsberg AG

Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH

Mediadesign Hochschule für Design und Informatik

Zur Verfügung stehen folgende Artikel:


Experten für visuelle Effekte

In Märkische Allgemeine erschienen

Mittwoch, 16. Juli 2008 - Von Ricarda Nowak
Das soll Studio Babelsberg nicht noch einmal passieren. Vor drei Jahren bewarb man sich um die Großproduktion "300", der Verfilmung von Frank Millers gleichnamigem Comic. Das Spartaner-Epos strotzt nur so vor digitalen Spielereien. Weil hierzulande die benötigten Heerscharen von Spezialisten für visuelle Effekte fehlten, bekam das Studio damals nicht den Zuschlag. "300" wurde letztlich in Kanada produziert.

Diese Geschichte erzählte Vorstandschef Carl L. Woebcken gestern beim Pressetermin anlässlich der Kooperation von Studio Babelsberg und der Berliner Mediadesign Hochschule. Beide Partner führen seit Anfang Juli die private Hochschule Babelsberg Film School, in der ab Herbst Experten für visuelle Effekte (VFX) und Animation ausgebildet werden.

Bereits im April ging die Babelsberg Film School aus der insolventen German Film School hervor, von der 62 Studierende übernommen worden sind. Für das Wintersemester 2008 stehen 24 Plätze im Bachelor-Studium zum "Digital Artist" zur Verfugung, sagte Hartmut Bode, Gründungspräsident der Babelsberg Film School und Rektor der Mediadesign Hochschule, mit deren Studiengang Gamedesign eng zusammengearbeitet werden soll.

In sieben Semestern vermitteln die Dozenten in der August-Bebel-Straße 66 Theorie und Praxis vom klassischen Zeichentrickfilm, von 3D-Animation und der Generierung virtueller Welten. Ab 2009/10 soll es einen weiteren Studiengang "Story Telling" geben, der jedoch nicht in Konkurrenz zum Filmhochschulfach Dramaturgie entwickelt werde. Derweil wartet man auf die vorläufige staatliche Anerkennung des Studiengangs Digital Film Design durch das Wissenschafltsministerium.

Wie viel Studio Babelsberg und Mediadesign Hochschule in die Filmschule investierten, wurde nicht verraten. Aber erst mit vielen Studierenden könne sich das Vorhaben "rechnen", so Bode. Mindestens 300 Filmschüler sollen in den nächsten Jahren ausgebildet werden. Am "digitalen Baustein" haperte es bisher im Ausbildungs- und Studienangebot, sagte Petra Müller, Gcschäftsführerin des Medienboard Berlin-Brandenburg. Die Filmschool sei "Glücksfall und echter Standortvorteil". Erst kürzlich kündigte auch die Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) "Konrad Wolf" an. VFX-Nachwuchs in den Studiengängen Szenografic Virtual Effects, Digitale Medienkultur und Virtuelle Kinematografie ausbilden zu wollen.

Bewerber für den Babelsberg Film School müssen die Fachhochschulreife besitzen, eine Mappe mit Arbeitsproben vorlegen, teamfähig und kreativ sein. Eine gewisse Solvenz ist auch nicht von Nachteil - schließlich kostet das Studium monatlich 849 Euro, die Immatrikulation 420, die Abschlussprüfung 800 Euro. Bewerbungsschluss für das Wintersemester ist der 31. August.

nach oben© BABELSBERG FILM SCHOOL GmbH